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31 Kommentare

  • Gerade nochmal die alten Favoriten durchgeguckt, da ist mir aufgefallen, das Marv den Komiker im 3. Bild Duzt, aber im 4. dann plötzlich Siezt!

    Nur als Hinweis 😉

  • Perfekt getroffen!

    Wie immer grandioser Comic, weiter so Marv!

  • Der Comic trifft wo er treffen sollte. Klar gibt es viele spannende Fragen zu klären: In den Kommentaren wurden zT die richtigen Fragen gestellt, und passende Antworten skizziert. Aber die – so oft widersprüchlichen Aussagen die die Quietschnasen von AFD und Pegida zur Zeit durch die Straßen bellen sind nicht an Lösungen intressiert wie wir mit schweren Fragen umgehen – sondern an ‚einfachen Lösungen‘. Wie’s aussieht wenn Deutschland einfache Lösungen findet zeigt die Geschichte zur genüge (oh und wer meint das war ‚ein Nazivergleich‘ kennt die Geschichte nicht gut genug)

  • Traurigerweise sehe ich meinen Vater in diesem Clown…

    Danke für diesen Comic, Marv. Ich wohne in Sachsen-Anhalt und leider ist es so, dass selbst an sich intelligente Menschen wie mein Vater zu eben diesen Argumenten neigen, die du so schön zusammengefasst hast. Ich freue mich jedes Mal, wenn jemand solche Aussagen ins Lächerliche zieht, da ich, was mein reales Leben angeht, oft das Gefühl habe, dass wirklich ALLE um mich herum so und nur so argumentieren. „Ich bin kein Rassist, aber…“ ist an sich keine schlimme Aussage und kennzeichnet jemanden auch nicht sofort als rassistisch. Ich habe nach diesen Worten schon das eine oder andere Mal gute und durchdachte Argumente gegen die Flüchtlingspolitik gelesen – nicht oft, aber es kommt vor. Nur sollte man Menschen nach diesem Satz offenbar nicht zu sehr zu Wort kommen lassen, denn selbst, wenn die Anfänge gut argumentiert waren, irgendwann gleitet es offenbar immer ins Fremdenfeindliche ab. Zumindest in meinem Umfeld.
    Daher noch einmal: Danke für diesen Schmunzler!

  • Wie einfältig. Mehr muss man dazu nicht sagen.

  • @Martin

    Zwingt dich doch keiner.
    Wir leben gerade in sehr politischen Zeiten und so nah am realen Leben wie die Schisslawengs gebaut sind bleibts da kaum aus das es auch mal etwas politisch wird.

    Und was so Argumente angeht wie „Oh aber es gibt aber auch Kritiker die keine Idioten sind.“ Nun da waren sie wohl auch nicht gemeint, oder? Ich habe selbst ganz direckt schon Leute getroffen die genauso dumm argumentiert haben wie der Clown im Comic. Ist der Comic also wirklich politisch oder macht er sich nur über dumme Menschen lustig?

    Um meinen Kommtar noch etwas abzurunden hier noch etwas politische Comedy.

  • Schließe mich Walterson und Martin an. Werde nicht politisch (erst recht nicht so einseitig) das wird Deiner bisher einzigartigen Comicreihe nicht gut tun. Dafür polarisiert das Thema viel zu sehr.

  • Marvin, Du hast diese „Ich bin bestimmt kein Nazi, aber“-Typen wunderbar getroffen! Danke dafür.

  • Ich hab diesen Comic geliebt, ich habe mitgelitten und gelacht, ich fand den Stil hervorragend… aber mit dieser politischen und einseitigen Meinungsmache kann ich auf einer Comicseite nichts anfangen, dafür gibt’s es genug andere Medien…
    Nichts desto trotz genial gezeichnet.

  • Oh Nein, jetzt wird das hier politisch…. ich hoffe das ist kein Trend,ich brauche das auf einer Funseite überhaupt nicht.

    Ich lese seit Jahren diese Comic, schon seit Shakes&Fidget Zeiten.

    Meine Meinung zu dem Thema will ich hier nicht kundtun

  • Das Gepöbel, das Marv da so wunderbar treffend aufgespießt hat, ist meilenweit weg von den Fragen, wie wir mit den Flüchtlingen umgehen, was aus einigen Kommentaren unten herauszulesen ist.

    Zunächst mal: welche Alternative gibt es, die Flüchtlingen aufzunehmen? Heute sind in Griechenland ca. 3000 Flüchtlinge angekommen – an einem einzigen Tag. Aufs Jahr gerechnet wäre das eine Million. Diese Menschen werden versuchen, nach Europa zu kommen, egal was wir tun. Wir werden sie nicht aufhalten, so lange die Fluchtgründe bestehen. Wenn wir die Grenzen dichtmachen, wie jetzt auf dem Balkan, werden die Schleuser wieder Hochkonjunktur haben. Und dann? Jeden Tag 70 tote Flüchtlinge irgendwo im LKW, zusätzlich zu denen, die im Mittelmeer ersaufen? Ist das das Europa, was wir haben wollen? Wenn es das sein soll, dann kann es von mir aus auch scheitern, dann ist es eh nichts wert. Entweder wir nehmen die Flüchtlinge auf – ausnahmslos – oder wir müssen die Grenzen dichtmachen und die Flüchtlinge mit Gewalt zurückschlagen, a la Petry und Storch. Wobei „Grenzen dichtmachen“ im Mittelmeer ohnehin nicht möglich ist. Die Menschen werden aber weiterhin versuchen, nach Europa zu kommen. Machen wir die Grenzen dicht, sind die bisherigen Opferzahlen ein kleiner Vorgeschmack gewesen, dann wird das Mittelmeer bald ein riesiger Friedhof sein. Mal schauen, wann die ersten Leichen auf Mallorca ankommen…

    Finanzierung? Bitte, wenn wir in Europa in kürzester Zeit zig Milliarden für die Bankenrettung locker machen können, dann können wir auch die Mittel für eine Million Flüchtlinge bereitstellen. Das ist alleine eine Frage des politischen Willens. Zudem wird das Geld ja ausgegeben, und kommt der Volkswirtschaft zugute. Dafür müssen wir endlich aufhören, Volkswirtschaften betriebswirtschaftlich zu betrachten, das wird sowieso allerhöchste Zeit. Diese Betrachtungsweise hat ja auch dazu geführt, dass das wirtschaftliche Ungleichgewicht innerhalb der Bevölkerung angestiegen ist und die jetzige Unzufriedenheit erst entstehen konnte. Ist ja auch kein Wunder: Wenn ich jahrzehntelang predige, jeder sei seines Glückes Schmied, kann ich nicht erwarten, dass die Menschen dann plötzlich barmherzig auf die Not von Flüchtlingen reagieren.

    Integration? Arbeitsplätze und Bildung sind das a und o der Integration, und zwar so schnell wie nur möglich. Und wenn eine Million Menschen zusätzlich hier wohnen, leben, arbeiten wollen, schafft das sogar wiederum Arbeitsplätze. Den Flüchtlingen unsere Sprache, unsere Gesetze und unsere Sicht der Dinge nahezubringen, ist wohl die wichtigste Aufgabe, denn sonst kann das Zusammenleben nicht funktionieren.

    Der Rest Europas bewegt sich gerade weit nach rechts und möchte sich isolieren. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Insofern hoffe ich fast, dass die Briten für einen Brexit stimmen werden, weil ich davon ausgehe, dass das für die Insel verheerende wirtschaftliche Folgen haben wird. Gerade kleinere und/oder wirtschaftlich schwächere Länder können es sich nicht im Ansatz leisten, eine isolationistische Politik zu betreiben. Und „ein bisschen Isolation“ wird kaum funktionieren. Schon jetzt ist erkennbar, dass die Wiedereinführung der Grenzkontrollen die Wirtschaft massiv beeinträchtigt. Nur: Die Regierungschefs wollen das nicht wahrhaben. Allzulange hat man gegen das „Bürokratiemonster“ Brüssel gewettert – und nun holen die Monsterjäger ihre Mistgabeln und Fackeln, und alle schauen sich verwundert um, wie es dazu kommen konnte. Der Nationalismus, den Optimisten in Europa schon überwunden glaubten, kehrt mit seine häßlichen Fratze zurück. Warum?

    genug gerantet.

  • ..wie immer alles genau auf den Punkt gebracht – ist in Österreich übrigens genauso… 🙁

    Klasse Comic! Danke – Du hast wieder mal meinen Tag gerettet!

  • Danke Christine für Deine Worte. Ich sehe es genauso wie Du – hätte es aber niemals so gut ausformulieren können.

    Und Danke auch an Marv. Es ist gut, wenn immer wieder der rechten Seite das Clownskostüm angezogen wird.

    Widerspruch? Nein. 🙂

    Ich finde eben auch, dass man die Punkte, die Christine angesprochen hat, nicht unter den Tisch kehren sollte. Wir sind nicht automatisch Clowns (=rechts), wenn wir uns über diese Punkte Gedanken machen und sie auch öffentlich diskutieren wollen. Denn genau dort gehören sie nun einmal hin.

  • Hihi.

    @Christine: natürlich ist das alles schwierig (die Welt ist ja auch kein Ponyhof), aber machbar. Finanzierung: ein popeliger Bruchteil von der Bankenrettung. Sollte unsere brummende Wirtschaft nicht aus der Bahn werfen. Und wenn wir alle auch nett zu den neu Angereisten sind und sie mit integrieren, dann wird’s noch viel billiger!

  • Marv – tu dir einen gefallen les diese überlagen Posts einfach nicht. Die Lebenszeit schenkt dir keiner zurück. <3 Aber mit unnötig-wichtig gemachten "Aber-das-muss-jetzt-mal-gesagt-werden-Meinungen" und wie man damit umgeht kennst du dich ja, bewiesener Maßen, aus.

    Ein jahrelanger, bisher still gebliebener, nach wie vor begeisterter Fan

  • Nun ja, mit „die Medien verdrehen alle unsere Meinung im Mund“ hat er ja – autoprophetisch betrachtet – hat der doch auch Recht 😉

    Internet = Medium, Mehrzahl Medien, und im Clownskostüm verdreht das Outfit die Meinung doch sehr 😉

    Bleibt nur fraglich, wo Marv das Kostüm weg hat… Fasching/Karneval/wie auch immer der Schwachfug regional bedingt genannt wird… ist doch schon vorbei. Gibt’s denn so viele Kostümverleiher, die ganzjährig so ein schönes Kostüm bieten? 😉 Dazu noch in den leicht unvorteilhaften Maßen des Herren dort? 😀

  • Es mag ja ganz lustig sein, jeden Flüchtlingskritiker als Clown zu diffamieren. Doch wie sehen denn Ihre Lösungen zur globalen Problematik Herr Clifford? Oder warum zeichnen Sie nicht mal unsere Bundesmutti mit ihrem „Wir schaffen das“ in einem Kostüm, was die drei chinesischen Affen darstellt: Nix sagen, nix sehen, nix hören.
    Ja, wer die Flüchlingspolitik kritisiert ist automatisch rechts, in der AfD oder sonst wie hohl im Kopf.

    Aber bitte hinterher keine Beschwerden, dass man die Probleme nicht schon vorher angemahnt hat. Nicht, dass es nach her heißt, man hätte dies nicht kommen sehen.

  • @Christine

    🙁 Mist da war jemand schneller. Ich sollte echt mal schneller tippen lernen.

    „– Wie bringen wir die Flüchtlinge menschenwürdig unter?“
    -> In erster Linie eine Geldfrage.

    „– Wie verteilen wir die Flüchtlinge in Deutschland (wobei wir da schon außer Acht lassen, dass eine Verteilung der Flüchtlinge diese nicht besser behandelt als wären sie irgendein Produkt)“
    -> Hier sollte erst mal der Königsteiner Schlüssel zur Seite gelegt werden dafür ist er nicht gemacht.

    „– Wie halten wir den sozialen Frieden? Einerseits Flüchtlinge – Einheimische, andererseits Flüchtlinge untereinander?“
    -> Das ist exackt das Kernproblem. Die Armen werden gegen die noch ärmeren ausgespielt. Das Problem besteht schon lange kocht aber erst jetzt mit den Flüchtlingen richtig hoch. Lösung: Auf breiter Ebene in beide Gruppen investieren z. b. große Steigerung des sozialen Wohnungsbaus.

    „– Was darf ich von einem Flüchtling an Eigenleistung erwarten? Ist es unverschämt, wenn ich erwarte, dass er sich hier anpasst?“
    -> Er/Sie soll sich an die geltenden Gesetze halten aber das muss dann auch reichen. Oder welche darüber hinausgehende Anpassung stellen Sie sich vor?

    „– Wieso ist immer das Credo, dass sich Deutschland anpassen muss? Tolerant sein, auf die Bedürfnisse des Gegenübers eingehen, auch mal 5e grade sein lassen -> Ja. Anpassen um jeden Preis und ohne Einschränkung? -> Nein“
    -> Mir ist nicht wirklich klar was Sie meinen.

    „Und die Frage aller Fragen: Wie finanzieren wir das Ganze?“
    -> Man kann es auch mal von der Seite betrachten: Das Geld was bisher ausgegeben wurde ist nichts anderes als ein Konjunkturpaket. Und im Vergleich zu vielen anderen Bereichen des Staatshaushalts (Bankenrettung, Subventionen, Militär) sind die Kosten sehr überschaubar.
    Langfristig ist es eine Investition und regt die Wirtschaft an. Da sollte man ruhig mehr Geld in die Hand nehmen.

  • @Marvin
    Danke. Ist mal wieder (diesmal leider) voll aus dem Leben gegriffen.

    @Cliffhanger

    Wer dummes sagt kann auch ruhig als dumm bezeichnet werden. Die meisten Menschen sind dumm daran ist auch nichts verwerfliches. Nur störend für die drumherum. Am meisten Sorgen bereiten mir die die auch noch über geringes Mitgefühl verfügen.

    Wie irrational und dumm sehr sehr viele Menschen sind kann man daran sehen das das Misstrauen gegenüber den Zeitungen zunimmt aber gleichzeitig die selben Leute auf Facebook sofort jede noch so dämliche Überschrift glauben.

    Und nur ums gesagt zu haben: nur weil jemand Gewerkschafter, SDPler, CDUler oder aktives Kirchenmitglied ist heißt das noch lang nicht das Er/Sie nicht auch gleichzeitig ein rassistisches Ars..l.ch sein kann. Es ist längst bekannt das viele Brandstifter von Flüchtlingsunterkünften ansonsten unauffällige normale Bürger sind. Rassismus ist leider in ganz Europa Salonfähig geworden.

    Zu dem Bundeswehr Rätsel: Ich gehe erstmal davon aus das sich die Kampfanzüge der Offiziere nicht von denen der anderen Soldaten unterscheiden. (Rangzeichen lassen sich glaub ich leicht entfernen/befestigen) Deswegen würde ich um das Gerücht zu entschärfen die Offiziere mit den anderen Soldaten Uniformen/Kleidung tauschen lassen.

    Es gibt Studien die darauf hindeuten das die Angst vor Ausländern sinkt umso mehr Ausländer im eigenen Umfeld vorhanden sind. Was man kennt braucht man nicht fürchten.

  • Hallo Cliffhanger,

    ich halte mich für einen rational denkenden Mensch und mit meinem Diplom habe ich wohl auch einen wissenschaftlichen Hintergrund. Trotzdem verstehe ich Frau Merkel nicht.

    Auf die von Ihnen gestellte Frage:

    Ich würde vor die Truppe treten und ihnen folgendes Angebot machen: Sie sollen einen aus ihren Reihen bestimmen und der tauscht dann mit mir den Anzug. Dadurch dass die Truppe den „Glücklichen“ bestimmt entgehe ich dem Verdacht, dass ich sowas im Vorfeld vorbereitet habe. Damit dürfte auch der Gruppe klar sein, dass ich keinen speziellen Anzug habe. Und falls sie mir nicht glauben, dann kloppt sich wenigstens die Truppe gegenseitig die Köpfe ein und nicht mir.

    Das Problem bei der Flüchtlingskrise ist doch, dass Frau Merkel eben nicht rational argumentiert. Sie argumentiert humanitär, was ich auch nachvollziehen kann. Allerdings bleiben viele essentielle Fragen offen:
    – Wie bringen wir die Flüchtlinge menschenwürdig unter?
    – Wie verteilen wir die Flüchtlinge in Deutschland (wobei wir da schon außer Acht lassen, dass eine Verteilung der Flüchtlinge diese nicht besser behandelt als wären sie irgendein Produkt)
    – Wie halten wir den sozialen Frieden? Einerseits Flüchtlinge – Einheimische, andererseits Flüchtlinge untereinander?
    – Was darf ich von einem Flüchtling an Eigenleistung erwarten? Ist es unverschämt, wenn ich erwarte, dass er sich hier anpasst?
    – Wieso ist immer das Credo, dass sich Deutschland anpassen muss? Tolerant sein, auf die Bedürfnisse des Gegenübers eingehen, auch mal 5e grade sein lassen -> Ja. Anpassen um jeden Preis und ohne Einschränkung? -> Nein

    Und die Frage aller Fragen: Wie finanzieren wir das Ganze?

    All diese Fragen bewegen die Menschen. Auch ohne dass man einem einzigen Flüchtling unterstellen muss, er sei kriminell oder wolle nur das System ausnutzen. Und seien wir ehrlich: Auch diese Flüchtlinge wird es geben. Die gibt es in jeder Gruppe, wieso sollten da die Flüchtlinge eine Ausnahme sein?

    Die Aussage, dass das Asylrecht keine Obergrenze kennt, dass man hilfesuchende Menschen nicht einfach an der Grenze abweisen kann ist völlig richtig. Aber das gehört zur Problembeschreibung, ist also Bestandteil der Lösung sondern ein Teil der gelöst werden muss.

    Und man sollte nicht außer Acht lassen, dass europaweit nicht wirklich um eine Lösung gekämpft wird. Hier wäre Frau Merkel in der Pflicht und man sollte doch annehmen, dass die relativ kleine Gruppe der Staats- und Regierungschefs sich deutlich intelligenter verhält als das gemeine Volk. Aber selbst die wollen Frau Merkel nicht bei ihrer Argumentation folgen. Und da wundern Sie sich, dass der kleine Mann auf der Straße das Gefühl hat veralbert zu werden?

    So Marv, tut mir leid, ich verstehe falls Du den Kommentar nicht posten willst. Und wenn Du willst wiederhol ich das auch im Clownskostüm.

    Und um eins klarzustellen: Kein Mensch (egal welcher Herkunft) hat das Recht einen anderen Menschen (egal welcher Herkunft) zu bedrohen, beschimpfen, verunglimpfen, berauben oder ihm gar das Dach über dem Kopf anzuzünden.
    Auch das ist ein humanitäres Statement das eigentlich jedem klar sein sollte.

  • Lieber Marvin,

    wieder einmal hast Du es geschafft, jene negativen Ansichten zur Flüchtlingsproblematik pointiert zusammenzufassen, die man heute allzu oft hört. Derartige Meinungen aber nur auf Dummheit, Rassismus oder Rechtsradikalität zurückzuführen, wäre ein Fehler. Die Gründe dafür liegen tiefer und sind im psychologischen Bereich zu suchen. Das hat zugleich zur Folge, daß rationale Argumente als Antwort zu häufig keine Wirkung haben. Um „Men in Black“ zu zitieren: der einzelne Mensch reagiert vernünftig, aber die Messe mit panischer Furcht.

    🙁 🙁 🙁

    Auch in meinem Umfeld höre ich häufig – zu häufig! – die in dem heutigen Comic zusammengefaßten Ansichten. Aber ich zögere, die betreffenden Personen als dumm, rassistisch oder rechtsradikal einzustufen. Ihre Intelligenz, Integrität und demokratisches Bewußtsein würde ich niemals anzweifeln. Manche von ihnen sind aktive Gewerkschaftsmitglieder, betätigen sich in einer unserer etablierten Volksparteien oder arbeiten ehrenamtlich in Kirchengemeinden. Der Grund für ihre Ablehnung eines Zuzuges von Flüchtlingen ist eine irrationale Angst vor den vermeintlichen Risiken.

    🙁 🙁 🙁

    Bedauerlicherweise bleiben von Seiten der Politik, aber auch der gesellschaftlich relevanten Gruppen wie den Kirchen jene Signale aus, die notwendig wären, um diese Ängste zu überwinden. Mit Sicherheit handelt Frau Merkel aus Menschlichkeit – ihre Herkunft aus einem kirchlichen Umfeld spielt dabei wohl die entscheidende Rolle -, aber angesichts der weitverbreiteten Ablehnung ist ihre Außenwirkung nicht dazu angetan, solchen Ansichten wirksam entgegenzutreten. Möglicherweise könnte ihre akademische Ausbildung als Naturwissenschaftlerin der Grund dafür sein: sie argumentiert stets rational, während die Vertreter der AfD dagegen gezielt die Emotionen der Menschen ansprechen.

    🙁 🙁 🙁

    Die Situation erinnert mich an die Ausbildung bei der Bundeswehr noch zu Zeiten des Ost-West-Konfliktes. Dabei wurde gerade der psychologische Aspekt im Militär immer wieder betont, wobei die folgende Frage als Beispiel diente:

    „Sie sind mit ihrer Truppe an der Front. Es ist mit dem Einsatz von ABC-Waffen zu rechnen. In der Truppe kommt durch feindliche Propaganda Gerücht auf, man habe die Offizieren heimlich mit Kampfanzügen ausgerüstet, die aufgrund einer speziellen Imprägnierung auch als ABC-Schutzanzüge fungierten, sich äußerlich aber nicht von der normalen Bekleidung unterscheiden. Die Unruhe steigt. Was machen Sie als Zugführer/Kompaniechef/Bataillonskommandeur?“

    Was würdet Ihr in dieser Lage machen?

    😉 😉 😉

    Frau Merkel würde sich wohl auf ihre naturwissenschaftliche Ausbildung besinnen, die Truppe antreten lassen und einen ruhigen, sachlichen und wohl durchdachten Vortrag halten, in dem sie genau nachweist, daß es unmöglich ist, einen solchen Kampfanzug herzustellen, der zugleich auch als ABC-Schutzanzug benutzt werden kann. Aber hätte sie damit auch Erfolg vor einer Truppe nervöser und zunehmend ängstlicher Soldaten? Wohl kaum, befürchte ich – lest noch einmal das Zitat aus „Men in Black“ weiter oben. Die Gruppendynamik fegt jedes rationale Argument rasch beiseite …

    🙁 🙁 🙁

    Die Bundeskanzlerin hat es bisher einfach nicht geschafft, ihren humanistischen Standpunkt in der Flüchtlingsfrage den Menschen zu vermitteln. Viel Zeit dafür bleibt ihr auch nicht mehr – die zunehmende Ablehnung ihrer Haltung sogar in der eigenen Partei ist auch darauf zurückzuführen, daß man sich dort zunehmend Sorgen um die möglichen negativen Auswirkungen bei künftigen Wahlen macht. Ein Zirkusclown hätte in der gegenwärtigen Lage vielleicht sogar besseren Erfolg als Frau Merkel – immerhin wissen Clowns, wie sie die Menschen zum Lachen bringen können. Wer lacht, beginnt sich zu entspannen, und wenn die Menschen sich entspannen, werden sie aufgeschlossener für rationale Argumente.

    😉 😉 😉

    Man kann endlos über dieses Problem diskutieren. Aber eine Frage muß doch gestellt werden: wie würdet Ihr als Offiziere in der Bundeswehr reagieren, wenn das oben beschriebene Gerücht in Eurer Truppe umgeht? Ich bin gespannt, ob jemand die von den Ausbildern vorgeschlagene Antwort kennt oder findet.

    😉 😉 😉

  • Schildkröte: check
    Helles: check
    Pink: check
    Sploing: check
    Made my day! Again… 😀

  • Klasse! Schön bunt müssen Sie sein ;o)))

  • Diese Szene… genau den gleichen Mist hört man auf Arbeit, an der Haltestelle, in der Kaufhalle usw usw… Wenn ich könnte wie ich wollte… hachja, dann würde ich allen ab sofort ein Clownskostüm anziehen.

    nvm… geiler Comic, du triffst es voll. 😉

  • Wenn sich alle „dunkelangehauchten“ so kleiden würden, wäre erstens die Welt bunter und zweitens wesentlich einfacher zu erkennen wem man aus dem Weg gehen sollte um vor solchem Schwachsinn gefeit zu sein!

    Sehr schöner Comic! 🙂

  • Fakt ist, wir brauchen mehr Clownsnasen mit Hupen – hach wenn es doch so einfach wäre mit den Rassisten 🙁

    Wenn die wirklich das Volk wären, wäre ich Flüchtling!

    Klasse Cartoon, Marv!

  • Sowohl die Schildi, als auch was pinkes und sogar das Sploink! Merv, ich bin begeistert. Und ich als „Ossi“, der nahe an Bautzen wohnt, kann dir einfach nur recht geben. Es ist einfach nur so wahr. Die Dummheit macht leider vor niemandem wirklich halt… und für Dummheit sind diesertage (zu) viele empfänglich…

  • Super auf den Punkt gebracht. Und man beachte die Schildkröte am Revers. 😉

  • Ich will ehrlich sein Marv.
    Das ist HAMMER 😀
    Du bist echt der beste, sympathischste und mir vorallem interessanteste und lustigste Comiczeichner den ich kenne.

  • Sehr gut. Tifft es leider zu gut.
    Da weiss ich noch nicht, ob man weinen oder lachen soll. 🙂

  • Liest sich haargenau so wie im Forum einer Buchtauschseite,echt gruselig

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