Moral macht Menschen zu Menschen

Heute mein Comic-Collab-Bonus-Schisslaweng zum Thema, wer hätte es gedacht: „MORAL“

Mitgemacht haben diesmal:

Mit dabei im August (Liste wird im Laufe des Tages aktualisiert):

Thema für den 15. September wäre dann „FREUNDE“. Also wer Lust hat einen Comic darüber zu machen. Einfach machen, bei sich hochladen und alle anderen, die mitgemacht haben, verlinken. 🙂

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Kommentar

14 Kommentare

  • Was ist wohl die Idee hinter diesem Comic – etwas offensichtliches, oberflächliches oder geht es doch mehr um die tiefgründige Darstellung unterschiedlicher Lebenseinstellungen?
    Geht es darum, den Rückgang christlicher Nächstenliebe im Hinblick auf das Ausnutzen derselben durch die von Ihrem „ICH“ denkenden Egoismus geprägten Mitgliedern der christlich abendländischen Gesellschaft darzustellen?
    Auch wenn seit den Neunzigern ein erheblicher Anteil von Atheisten der Gesellschaft zwangsweise „wiedervereinigt“ wurde (ja da darf man ruhig kritisch sein)- der Anteil an sog. Christen, die Hilfen des Staates bekommen, aber nichts der Gesellschaft zurückgeben, ist da. Der Gedanke der Hilfe zur Selbsthilfe um dann die Hilfe zurückzugeben, damit Neuen in Not geratenen geholfen werden kann, wird in sein Gegenteil gekehrt.

    Dieser Comic bietet so viel mehr als das hier kursorische Polemik als Kommentar hinreichend das widergeben kann, was hier entstanden ist.

    Mein Bravo dem Künstler

  • So leid es einem Tut, aber sowas habe ich in den letzten 20 Jahren immer wieder erlebt…Ich hab schon beobachtet, wie ein Obdachloser ein ihm von einer älteren Dame angebotenes halbes Hähnchen mit Pommes ablehnte, nicht weil er es nicht mochte, oder weil er Vegetaier war, sondern seine Antwort war „Essen bekomme ich bei der Obdachlosenhilfe…Ich brauch Geld für Schnaps…“ O.k., er war ehrlich, aber Hallo?
    Ich hab schonmal zu einem Gesagt „Ich will dir kein Geld geben, weil das gibst eh eher für Schnaps aus…(das roch man)…aber ich würde dir was beim Imbis da vorne bezahlen.“ Seine Antwort war nur „Da nehme ich lieber das Geld!“…er bekam nichts von beidem…
    Oder eine ganz gemeine Masche: Ich sah mal einen Obdachlosen, der einen Hund dabei hatte. Ein Schild sagte in etwa: „Ich hab genug, aber mein Hund hat Hunger.“ Später sah ich eben diesen Obdachlosen in einer Seitenstraße mit einer Flasche Korn, während der Hund nur trockenes Brot aus einer Tüte bekam (Vorratsmäßig)…2-3 Wochen später sah ich den gleichen Hund, mit gleichem Schild in der Fußgängerzone…nur der Besitzer war ein anderer…bevor ich ihm sagte, dass ich den Hund schonmal gesehen habe, sagte er auf Anfrage, „Ja den habe ich vor ein paar Jahren verletzt gefunden und gesund gepflegt…Seitdem rückt er mir nicht von der Seite…“ Rührende Geschichte, aber eindeutig nicht wahr…er bestritt dann, dass der Hund in der fraglichen Zeit bei einem anderen gewesen ist…interessant war, dass ich 10 min. später nochmal vorbei kam, aber er war verschwunden…Ich hatte kein Handy, O.k., Telefonzelle ginge damals auch noch, aber ich hätte keine Beweise gehabt, WENN ich bei der Polizei angerufen hätte…ich selber bin dann kurz drauf weggezogen, und weiß nicht, ob der nochmal da auftauchte…
    Mein Vater bemerkte mal, wie eine Bettlerin mit 2 Kindern am späten abend in einem damals sehr neuen Mercedes Benz abgeholt wurde…

    Ich gebe eben wegen solcher Erfahrungen und wegen dem Punkt, dass es auch professionelle Bettlergruppen gibt kein Geld mehr…sehe ich einen Flaschen aus dem Müll fischen und ich hab zufällig 1-2 Flaschen dabei, o.k., aber ich mache es lieber so, dass ich z.B. einen nicht mehr benötigten Winterschlafsack, oder andere intakte, nicht mehr benötigte Dinge, bei der Obdachlosenhilfe abgebe… DA weiß man, dass es in die Richtigen Hände kommt.

  • Nett. Ja, auch die Obdachlosen sind ein Schnitt durch die Gesellschaft. Und so findet man auch unter ihnen solche und solche. Aber damit hast du eine interessante Diskussion angeregt. Mein Sohn (14) hat letztens zwei Brötchen gekauft. Eines für sich und eines für einen Obdachlosen, der neben dem Stand saß. Daraufhin hat der Ladenbesitzer ihm beide Brötchen geschenkt. Ich für meinen Teil bin extrem stolz auf meinen Nachwuchs.

    Thorp, den Zahn muss ich dir leider ziehen. Ich dachte früher genau wie du. Aber die ein und andere Doku und das gelegentliche Lesen von Obdachlosen Zeitschriften (in HH Hinz&Kuntz) habe mich eines besseren belehrt. Auch in Deutschland leben Menschen unfreiwillig auf der Straße. Es ist immer gut auch einmal hinter die Kulissen zu gucken.

  • Gnah ich vermisse Shakes und Fidget ._.

  • Ohhhh, so gut 😀 der Gesichtsausdruck, als die Münze verarbeitet wird <3

    @silvanar
    Niemand muss in Deutschland auf der Straße leben und um Essen betteln, ansonsten ist man zu 100% selber Schuld.
    Ähnlich wie Sascha war ich auch schonmal dabei, wie ein Kumpel von mir Herz zeigte und einem ein Brötchen kaufte, was dieser dann ablehnte. Naja… wer wirklich Hunger hat, ißt auch ein Salamibrötchen, obwohl er eigentlich eher Käse mag.

  • Tja, „Wer nicht will, der hat schon“… 😉 Auch wenn solche Leute so gut wie nichts haben.

    Und Garo, dein btw², ja, es gab zu Nietzche’s Zeiten eine andere Grammatik und Ausdrucksweise. Kannst ja das „als“ mit einem „wie“ ersetzen, falls das verständlicher ist. 😉

    Nietzsche: Gott ist tot.
    Gott: Nietzsche ist tot.
    Django: Tote reden nicht! 😀

  • Vielleicht war die Banane nicht unbedingt die beste Idee, weil das bei fremden wirklich wie Spott wirkt, auch wenn es nicht so gedacht war. Ein Brötchen hingegen wäre wohl nicht so schlimm gewesen. In GV gibts auch immer wieder Leute die betteln müssen. zu 90% waren die Bettler immer sehr froh um jedes belegte Brötchen. Moralaposteln waren sie deswegen nicht. Wobei man sich hier immernoch vor Augen führen sollte, wie es einem selbst ergehen könnte wenn man erstmal in so eine Lage geraten ist. Die schwarzen Schafe darunter sortiere ich mal aus.

  • Wow! Ich hab schon deinen Beitrag bei Schlogger bewundert mit dem Herzschmerz. Echt klasse!

    Um mal ganz ehrlich zu sein, mache ich das mit dem Essen auch (damit sich die armen keinen Alkohol kaufen), die Reaktion war bei mir zum Glück immer eine gute. 🙂

  • Richtig gut Marv. Dafür feier ich dich wieder einmal. 😀
    Ich hab auch mal Menschen auf der Straße ein Brötchen gekauft oder ein Cheesburger abgegeben. Die haben sie wenigstens gefreut und sich herzlich bei mir bedankt. Aber das hab ich auch gemacht, weil sie nicht so rumgeschriehen haben, sondern weil sie einfach da sahsen.

    LG

  • Ich kann beides verstehen um ehrlich zu sein. Einerseits gebe ich auch lieber Lebensmittel, weil ich für mich quasi besser erfassen kann was ich da weitergebe (ein Brötchen ist eine Mahlzeit, was ist dann ein Euro?) und mich wohler fühle weil ich nichts zu einer Flasche Bier beigetragen habe. Aber wer bin ich, dass ich einer Person vorschreiben soll was sie von ‚meinem‘ Geld zu kaufen hat und was nicht? Oder das sie sich gefälligst den Arsch ab zu freuen hat, dass ich ihr ein Brötchen schenke? Gar mit was drauf, was sie nicht mag?

    LG

  • Another masterpiece.
    Die kleinen Unbillen und Beobachtungen des Alltags gekonnt humoristisch aufarbeiten… Das kann nicht jeder und mir gefällt es beim Schisslaweng immer wieder sehr gut.

    „Die moderne Menschheit hat zwei Arten von Moral: eine, die sie predigt, aber nicht anwendet, und eine andere, die sie anwendet, aber nicht predigt.“
    Bertrand Russell

  • Schöner Comic mit schöner Lehre. Gefällt mir!
    btw: Die Bettler in Leipzig sind viel freundlicher.
    btw²: Entweder war die Grammatik damals anders, oder Nietzsche verstand sie einfach nicht. xD

  • Super, dass es doch noch geklappt hat!
    Toller Comic und selbstverständlich viel tiefsinniger als das, was ich vorgeschlagen hatte^^

    LG Mac

  • Habe selbst einmal Jemanden mit einem „Brauche Geld für Essen“-Schild ein belegtes Brötchen vom Bäcker gegeben. Der maulte nur rum das er das Geld haben wollte. Habs dann selbst gegessen. Vielleicht hatte er ne Lebensmittelallergie?!

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